"Florian Hausen 24h besetzt"
Erster Berufsfeuerwehrtag der Feuerwehr Hausen
| Endlich war es soweit, Freitag, 22.07.2005, 16:00 Uhr, Schichtbeginn für 12 Feuerwehranwärter der Jugendfeuerwehr Hausen zum 1. Berufsfeuerwehrtag. Als erstes wurden sämtliche Einrichtungen und Fahrzeuge auf Vollständigkeit und Funktion überprüft, danach fand die Einteilung der Teilnehmer auf die Fahrzeuge statt. Bereits für 17:00 Uhr stand Unterricht mit dem Thema Hebekissen auf dem Dienstplan. | ![]() 17:00 Uhr Unterricht im Gerätehaus |
![]() 17:34 Uhr 1. Einsatz: Baum über der Fahrbahn |
Der Unterricht war noch voll im Gange, als plötzlich gegen 17:34 Uhr Alarm für die Feuerwehr Hausen ertönte. Der Grund war ein umgestürzter Baum, der quer über die Fahrbahn lag. Eilig ging es zum Einsatzort in die Weststraße, um dann mittels Bügelsägen den Baum auf handliche Stücke zu zerkleinern. Nachdem die Fahrbahn gereinigt war, fuhr man zurück ins Gerätehaus, wo alle Gerätschaften wieder ordnungsgemäß aufgeräumt werden mussten. |
| Indes wurde es in der Küche lebendig, denn für 19:00 Uhr war Abendessen angesetzt. Die Jungfeuerwehrler hatten sich an den Pizzabrötchen noch nicht richtig satt gegessen, als um 19:43 Uhr zum nächsten Einsatz gerufen wurde. Die Meldung lautete: "Entlaufenes Tier auf Baum in der Hoschetsiedlung 6". Schnellstens wurde auch dieser Einsatzort aufgesucht. Mittels Leitern musste ein Stofftier von einem Baum im unwegsamen Gelände geholt werden. Als dieser Einsatz beendet war, musste das unterbrochene Abendessen fortgesetzt und danach das Geschirr gespült werden. Zur Auflockerung des Dienstes durften die Jugendlichen einen selbst ausgesuchten Film ansehen. | ![]() 19:43 Uhr 2. Einsatz: Tierrettung |
![]() ![]() ![]() 23:47 Uhr 3. Einsatz: Vermisste und verletzte Person |
| Gegen 22:30 Uhr war Bettruhe angesagt. Die Schlafgelegenheiten waren schnell gerichtet, aber das mit dem Einschlafen.....(na ja, ein bisschen Spaß muss sein). Noch nicht richtig zur Ruhe gekommen, schreckte um 23:47 Uhr ein Alarm die Feuerwehrler auf. Grund: zwei vermisste und möglicherweise verletzte Personen im Flurstück "Büg". Mit Blaulicht wurde zum Einsatzort gefahren. Ausgerüstet mit Handscheinwerfern und einer von der Werkfeuerwehr Siemens ausgeliehenen Wärmebildkamera machten die Jugendlichen sich in "Reih und Glied" auf die Suche. Nach einer gewissen Zeit wurden die beiden Personen aufgespürt, erstversorgt und dann aus dem Wald geführt. Bei diesem Einsatz wurde der Feuerwehrjugend klar, wie hilfreich eine Wärmebildkamera sein kann. Zurück im Feuerwehrhaus legte man sich nach einer kurzen Manöverkritik wieder zur "Ruhe". |
![]() ![]() ![]() 5:31 Uhr 4. Einsatz: Brand einer Feldscheune |
| Es waren gerade alle Augen zugefallen, als um 5:31 Uhr ein Strohballenbrand am Flurweg nach Wellerstadt gemeldet wurde. Aufgeschreckt aus dem Schlaf mussten sich die Feuerwehranwärter schnell auf den Weg machen, denn es drohte eine angrenzende Maschinenhalle in Brand zu geraten. Trotz der vorhandenen Müdigkeit wurde dieses Problem "wie im Schlaf" gelöst. |
![]() bis 7:30 Uhr Schlafen |
Nach dem Reinigen der Gerätschaften blieb nicht mehr viel Zeit, sich noch ein bisschen auszuruhen, denn Frühstück war bereits gerichtet. Eben waren die ersten Brötchen geschmiert und der Kakao, bzw. Kaffee eingegossen, als schon wieder Alarm einging. Die Aufregung hatte sich aber schnell gelegt, denn es war ein Fehlalarm. So wurde in Ruhe weiter gefrühstückt. |
| 8:30 Uhr: Der Dienstplan schreibt Unterricht zum Thema Gefahren an der Einsatzstelle vor. Auch dieser konnte nicht beendet werden, denn um 9:25 Uhr lief erneut Alarm auf: "Eingeklemmter Forstarbeiter auf einem Grundstück in der Albrecht-Dürer-Straße". Wieder war Eile angesagt. Am Einsatzort angekommen wurde mittels Hebekissen der Verunglückte aus seiner misslichen Lage befreit und erstversorgt. Bei diesem Einsatz zeigte sich die gute Ausbildung des Vortages. |
![]() ![]() ![]() 9:25 Uhr 5. Einsatz: Eingeklemmter Forstarbeiter |
| Nachdem auch dieser beendet war, sah der Dienstplan für 11:00 Uhr wieder Unterricht vor. Die Überraschung war groß, als kurz nach Elf unser 1. Bürgermeister eintraf und kurz ein paar Worte an die Jugendliche richtete. Der Bürgermeister war gerade außer Haus, wurde die Feuerwehr schon wieder zum Einsatz gerufen. Diesmal war eine "50m lange Ölspur" aus Kakao und Wasser in der Hallerstraße die Ursache. Es verlangte viel Anstrengung und Zeit, die Verunreinigung mittels Sägespäne und Wasserstrahl zu beseitigen. | ![]() 11:00 Uhr Besuch des Ersten Bürgermeisters Edmund Mauser |
![]() ![]() ![]() 11:46 Uhr 6. Einsatz: Ölspur |
![]() ![]() ![]() 12:30 Uhr Mittagessen und dann Sport |
| Erschöpft im Gerätehaus angekommen war es höchste Zeit, das Mittagessen einzunehmen. Ein Kamerad der Wehr hatte Spaghetti mit Hackfleischsoße zubereitet. Doch nicht einmal beim Essen hatten die hungrigen ihre Ruhe: "Stoppelbrand in der Nähe der Kläranlage!". |
![]() ![]() ![]() 14:01 Uhr 7. Einsatz: Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person |
Gerade waren die Fahrzeuge besetzt, meldete die alarmierende Stelle, es handele sich um eine Fehlalarmierung und die Feuerwehr sei nicht vonnöten. So konnte man sich wieder zu Tisch setzen. Anschließend wurde alles gesäubert, damit die Truppe zum Dienstsport um 13:30 Uhr antreten konnte. Dieser war von nicht von langer Dauer, denn um 14:01 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall mit verletzter, eingeklemmter Person gerufen. Auch hier zeigte sich, wie bei allen Einsätzen vorher, die gute Grundausbildung. Die gestellte Aufgabe wurde sehr gut gelöst. Es war dies wohl der schwerste Einsatz des Tages, vor allem wenn man bedenkt, dass vorher bereits 22 Stunden Dienst geleistet wurden. Von Feierabend durfte aber noch lange nicht gesprochen werden, denn zurück am Feuerwehrhaus galt es, Fahrzeuge und Gerätehaus für den Schichtwechsel vorzubereiten. Als um 16:00 Uhr "Dienstschluss" verkündet wurde, waren alle müde und geschafft. Die Mannschaft ging dann aber noch nicht auseinander, denn der Grill war bereits angeheizt. Bei Steaks, Bratwürsten und Salaten verbrachten die Jugendfeuerwehrler zusammen mit sämtlichen Feuerwehrkameraden der Wehr und Ehrengast Heinz Damm noch ein paar vergnügliche Stunden.Ganz großer Dank gilt zum Schluss den Jugendwarten, beiden Kommandanten, allen Gruppenführern, allen Spendern und allen Helfern im Hintergrund, die diesen absolut gelungenen 1. Berufsfeuerwehrtag für die Jugendfeuerwehr Hausen zum unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. |
Bericht: Klaus Zenk

Interview mit drei Teilnehmern:
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Fragen: 1. War der Berufsfeuerwehr-Tag realitätsnah? 2. War ein gewisser Nutzen für die Feuerwehr vorhanden? 3. Kannst du dir nach diesen 24h selbst vorstellen in einer BF zu arbeiten? 4. Sollte man diese Aktivität wiederholen? 5. Was war besonders gut? 6. Was kann man besser machen? 7. Dein persönliches Statement! | |
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Manuel Mauer (15 Jahre) 1. Ja, vor allem die Alarmierung 2. Bessere Zusammenarbeit 3. Durchaus 4. Ja, weil das sehr sinnvoll für die Zusammenarbeit ist 5. Die Alarmierung und die Inszenierungen 6. - 7. Es war eine gute Atmosphäre, daraus folgt eine gute Zusammenarbeit |
Thomas Klein (15 Jahre) 1. Ja weil die Einsätze in der Nacht waren 2. Ja, z.B. Teamgeist und Verantwortung 3. Könnte sein, aber ich denke nach einer Zeit wird's zu stressig 4. Auf alle Fälle, hat echt Spaß gemacht! 5. Die Einsatzübungen 6. Ich wüsste jetzt nichts 7. Ich fand den Tag klasse, Lob an alle Beteiligten! |
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Timo Sokol (14 Jahre, Jugendvorstand) 1. Ja, die Übungen waren nahe der Realität 2. Verbesserung der Zusammenarbeit und der Kameradschaft zwischen Jung und Alt. 3. Ich denke ich könnte mich an den Schichtdienst gewöhnen und bei der BF arbeiten. 4. Jederzeit, der Tag war voll cool. Ich hoffe, es werden weiterhin ähnliche Aktivitäten gemacht. 5. Sorry, das mag zwar blöd klingen, aber es war alles gut. (Aber die T-Shirts waren echt die Krönung!!!) 6. Man könnte z.B. einen Spieleabend veranstalten 7. Sau geil! | |

























Dieser war von nicht von langer Dauer, denn um 14:01 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem schweren Verkehrsunfall mit verletzter, eingeklemmter Person gerufen. Auch hier zeigte sich, wie bei allen Einsätzen vorher, die gute Grundausbildung. Die gestellte Aufgabe wurde sehr gut gelöst. Es war dies wohl der schwerste Einsatz des Tages, vor allem wenn man bedenkt, dass vorher bereits 22 Stunden Dienst geleistet wurden. Von Feierabend durfte aber noch lange nicht gesprochen werden, denn zurück am Feuerwehrhaus galt es, Fahrzeuge und Gerätehaus für den Schichtwechsel vorzubereiten. Als um 16:00 Uhr "Dienstschluss" verkündet wurde, waren alle müde und geschafft. Die Mannschaft ging dann aber noch nicht auseinander, denn der Grill war bereits angeheizt. Bei Steaks, Bratwürsten und Salaten verbrachten die Jugendfeuerwehrler zusammen mit sämtlichen Feuerwehrkameraden der Wehr und Ehrengast Heinz Damm noch ein paar vergnügliche Stunden.