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Einsatz für die JFW Hausen

Veröffentlicht am 14. September 2010
Bild 2010-09-14
PKW-Brand, Verpuffung und Vermisstensuche: Alles war beim 4. Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Hausen dabei.



Das große Warten hatte am Freitag, 10. September pünktlich um 16.00 Uhr ein Ende, 17 Jugendliche traten gemäß Schichtplan ihren 24-h-Dienst an.



16.30 Uhr: Nach Fahrzeugeinteilung der Jugendleiter Markus Wagner und Timo Sokol, sowie Überprüfung der Gerätschaften ging es dann mit dem ersten Unterricht los. Jochen Scholz referierte über Technische Hilfeleistungen, sowie das taktische Vorgehen der Feuerwehr bei solchen Einsätzen.



17.01 Uhr: Der Alarmgong erklang: Verkehrsunfalls mit eingeklemmter Person, PKW droht zu brennen. Die Fahrzeuge wurden schnellst möglichst besetzt und der Löschzug rückte zum Einsatzort aus. Hier durften die Jugendlichen mit Unterstützung der Gruppenführer und erfahrener Feuerwehrleute die Person aus dem Fahrzeug befreien.



18.35 Uhr: Vom letzten Einsatz gerade zurückgekommen, ertönte schon wieder der Alarm. 50-Meter-lange Ölspur, Flurbereinigungsweg unterhalb des Main-Donau-Kanals Richtung Baiersdorf.



Nach dem Abendessen wurde ein gemeinsamer DVD-Abend veranstaltet. Dieser wurde aber dann um 21.55 Uhr wiederum durch einen Einsatz unterbrochen. Hier musste ein "Hubschrauberlandeplatz" ausgeleuchtet werden. Innerhalb weniger Minuten war der "Landeplatz" einsatzbereit.



Danach konnten alle Beteiligten bis nächsten Morgen um 05.43 Uhr ruhen. Hier erlangte uns wieder ein Einsatz. "Vermisste Person im Waldstück hinter dem Jugendtreff Toxic". Hier wurde ausgiebig der Wald durchforstet, bis die Person aufgefunden wurde.



Nach dem gemeinsamen Frühstück, stand der Mannschaftswechsel an. Dieser soll bewirken, dass jeder Jugendliche die Möglichkeit hat, auf allen Fahrzeugen zu arbeiten und das Fahrzeug noch mehr kennen zu lernen.



Kurz danach ertönte um 08.25 Uhr schon wieder der Hausalarm. Eine aufgebrauchte Anwohnerin meldete ein unbekanntes Tier auf dem Dach der Firma Sokol. An der Einsatzstelle angekommen, bauten beide Fahrzeuge mittels drei Steckleiterteilen einen Zugang zum Dach. Hier zeigte man den Jugendlichen den Umgang sowie den Aufbau tragbarer Leitern näher. Das Tier wurde erfolgreich gerettet und der Besitzerin übergeben.



Der nächste Unterricht folgte um 09.00 Uhr: Rettungsgeräte und deren Funktionen wurde den Jugendlichen durch Kommandant Iglhaut erläutert. Diese Ausbildung wurde dann ebenfalls wieder unterbrochen. Alarm um 09.35 Uhr: "Person unter landwirtschaftlicher Maschine". Hier kam eine Person, besser gesagt eine Puppe, unter dem Vorderrad eines Traktor. Sie wurde mithilfe Hebekissen und verschiedenen Unterlegmaterialien durch den Einsatzkräften aus der missligen Lage befreit.



Um 11.30 Uhr folgte die nächste Ausbildung: "Rettung und Sichern von Personen". Gruppenführer Ferdinand Kemeth erläuterte hier den Jugendlichen welche Möglichkeiten und Ausrüstungsgegenstände wir hier als Einsatzkräfte haben. Doch gegen 11.45 Uhr ertönte wiedermal der Alarm. "Holzstapelbrand in der Kläranlage Hausen". Dieser stellte sich als sehr harmlos dar und konnte umgehend mittels Schnellangriff gelöscht werden. Zur Sicherheit wurde eine Löschwasserversorgung vom Hydranten aufgebaut.



Nachdem anstrengenden Vormittag gab es dann Mittagessen. Nach kurzer Erholungsphase stand um 13.45 Uhr der letzte Unterricht durch Michael Ismaier auf dem Programm: "Beleuchtungs- und Warngeräte". Dies wurde jedoch ebenfalls wieder durch einem Alarm unterbrochen. 14.05 Uhr: "Verpuffung einer Feldscheune, drei Personen vermisst". Vor Ort stellte sich eine schwierige Situation für die Einsatzkräfte dar. Zwei Personen wurden in der Halle aufgefunden und ins Freie gebracht, doch die dritte Person war immer noch vermisst. Daraufhin wurde die Besatzung des LF 8 und MZF zum Suchen der Person eingesetzt. Die konnte dann am Rande des Regnitz-Ufers aufgefunden werden.



Wie bei einer richtigen Berufsfeuerwehr, gehört es sich, dass die Fahrzeuge ordnungsgemäß und im sauberen, sowie aufgefüllten Zustand übergeben werden. Dies wurde dann kurz nach dem letzten Einsatz erledigt. Völlig erschöpft, aber immer noch motiviert beendeten die Jugendfeuerwehrler dann gegen 16.00 Uhr ihren Dienst.



Wir bedanken uns bei allen beteiligten Gruppenführer, Maschinisten und Helfern, die ihren Teil für das Gelingen diesen Tages beigetragen haben.



Markus Wagner, Timo Sokol

Jugendleiter